Integrationskompass

Interkulturelle Öffnung

© olly - Fotolia.com
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Interkulturelle Öffnung

„Vielfalt in Hessen: Perspektiven eröffnen“ ist das Leitmotiv der hessischen Integrationspolitik. Damit bringt die Landesregierung zum Ausdruck, dass sie die gesellschaftliche Vielfalt nicht nur anerkennt und lebt, sondern auch Perspektiven eröffnen möchte; auch in der Landesverwaltung selbst.

Darüber hinaus setzt die Landesregierung seit 2014 das Landesprogramm WIR hessenweit um. Die Förderschwerpunkte des Programms liegen in der interkulturellen Öffnung hessicher Kommunen und beim Ausbau einer Willkommens- und Anerkennungskultur.

2016 wurde gemeinsam mit WIR-Koordinationskräften ein praxisorientierter Leitfaden zu zwei wichtigen Themen der interkulturellen Öffnung erstellt. Dieser behandelt mit konkreten Beispielen aus den Kommunen unterlegt zum einen die Frage nach der Operationalisierung von interkultureller Kompetenz im Personalauswahlverfahren und zum anderen werden verschiedene Methoden zur Erfassung von Beschäftigten mit Migrationshintergrund vorgestellt. Mit dieser Handreichung wird dem Wunsch vieler Kommunen Rechnung getragen, die bisherigen Erfahrungen in diesem Themenbereich zusammenzustellen.

Die Landesregierung hat sich in den letzten Jahren beständig zu einer interkulturellen Öffnung der Verwaltung bekannt. Personal, Dienstleistungen und Strukturen der hessischen Landesverwaltung sollen an die Vielfalt der Gesellschaft angepasst werden. In Zeiten einer verstärkten Zuwanderung geflüchteter Menschen nach Hessen nimmt diese Bevölkerungsvielfalt weiter zu; die Notwendigkeit, die Verwaltung interkulturell zu öffnen, ist damit größer den je.

In 2013/2014 wurde erstmals eine Befragung unter den neu im Landesdienst eingestellten Personen durchgeführt, um die Zahl der Neueinstellung von Menschen mit Migrationshintergrund zu erheben. In 2016/2017 soll diese Befragung zur Vielfalt in der hessischen Landesverwaltung fortgesetzt werden.

Im Rahmen der Hessischen Integrationskonferenz wurde eine Arbeitsgruppe zu den Themenfeldern Interkulturelle Öffnung, Diversity und Antidiskriminierung eingesetzt, die seit 2015 unter Beteiligung von Kommunal- und Landesverwaltung und zivilgesellschaftlicher Organisationen intensiv an einer Weiterentwicklung in diesen Themenfeldern arbeitet.

Bereits Anfang 2011 ist das Land Hessen gemeinsam mit hessischen Unternehmen der „Charta der Vielfalt“ beigetreten. Damit hat die Landesregierung öffentlich ein Zeichen dafür gesetzt, dass sie sich für eine durch Fairness und Wertschätzung geprägte Personal- und Organisationskultur einsetzt. Als Unterzeichner der Charta hat sich Hessen verpflichtet, jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter - unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität - Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen.

 

Frau Banu Rübeling
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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