Integrationskompass

Daten, Fakten, Analysen: Integrationsmonitoring

Integrationsmonitoring

Hessen verfügt nun über einen eigenen landesweiten Integrationsmonitor – „Integration nach Maß" –, den Sie hier downloaden können. Er wurde am 25. November 2010 von Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn im Rahmen einer Fachveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Landesregierung steht damit ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Verfügung, mit dem der Fortschritt der Integration in den verschiedenen integrationspolitischen Handlungsfeldern sichtbar gemacht werden kann.

In der deutschen und europäischen Integrationspolitik spielt Monitoring eine immer wichtigere Rolle. Monitoring heißt Beobachtung. Der Hessische Integrationsmonitor vergleicht Daten für Personen mit und ohne Migrationshintergrund bzw. Ausländer und Deutsche in zentralen Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe, so unter anderem zum Kindergartenbesuch, zu Schulabschlüssen, zur Erwerbstätigkeit und zum sozialen Umfeld (strukturelle und soziale Dimensionen der Integration). Abweichungen können dann einen entsprechenden Handlungsbedarf verdeutlichen, z.B. wenn die Bildungserfolge ausländischer Kinder und Jugendlicher deutlich hinter denen der deutschen zurückbleiben. Ergänzt werden diese Aspekte um Fakten der kulturellen und identifikatorischen Dimension, also beispielsweise soziale Kontakte, Zugehörigkeitsgefühl oder Benachteiligung. Die Abbildung von Zeitreihen – es werden hauptsächlich die Jahre 2005 und 2008 einander gegenübergestellt – ermöglicht es, positive oder negative Veränderungen zu identifizieren.

Insgesamt umfasst der Hessische Integrationsmonitor über 40 Indikatoren in mehreren integrationspolitisch relevanten Themenfeldern und führt Daten aus 16 verschiedenen Quellen zusammen. Dabei besteht vor allem folgende Herausforderung: Zwar herrscht über die Notwendigkeit der Messung von Fort- (oder Rück-)schritten bezogen auf das Ziel gleicher Chancen weitgehende Einigkeit. Noch immer fehlen allerdings in vielen zentralen integrationspolitischen Handlungsfeldern belastbare Daten. Für die Verbesserung der Datenlage werden noch erhebliche Anstrengungen notwendig sein.

Hessen nimmt mit der Vorlage eines landesweiten Integrationsmonitors eine Vorreiterrolle ein. Darüber hinaus wirkt das Land in einer Arbeitsgruppe der Länder mit, die verschiedene Indikatoren auf ihre Verwendbarkeit hin geprüft und eine länderübergreifende Pilotstudie zum Integrationsmonitoring erarbeitet hat. Auch die Landeshauptstadt Wiesbaden verfügt seit langem über ein bundesweit anerkanntes Integrationsmonitoring. Ein nächstes Ziel der Landesregierung ist es nun, ein flächendeckendes und abgestimmtes System von Integrationsmonitoren auch auf kommunaler Ebene nutzbar zu machen. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Kommunen und Kreisen zu, die als „Modellregionen Integration" ausgewählt wurden. Aber auch die anderen hessischen Kommunen sind herzlich eingeladen, sich dem System anzuschließen.

Auf der 6. Integrationsministerkonferenz am 16. und 17. Februar 2011 in Mainz wurde der 1. ländereinheitliche Monitoring-Bericht für die Jahre 2005 und 2009 beschlossen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Künftig soll es alle zwei Jahre ein Länder-Monitoring geben. Den Bericht können Sie ebenfalls über die rechte Navigationsleiste downloaden.

Auf der rechten Navigationsleiste stehen Ihnen neben einem Flyer zum Integrationsmonitor "Integration nach Maß" auch eine englische Kurzfassung des Monitors zur Verfügung.
 

 

Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa
Luisenstraße 13
65185 Wiesbaden

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