Migrantinnen und Migranten engagieren sich für Hessen - Studie über Migrantenorganisationen wurde vorgestelltMigrantenorganisationen informieren, beraten und unterstützen Zugewanderte im Integrationsprozess. Sie bieten Freizeitangebote, Sprachkurse, Weiterbildungen oder Rat für den Umgang mit Behörden oder für den Alltag.
Darüber hinaus bieten sie aber auch eine Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und die Herkunftskultur zu pflegen. Auch das hilft Migrantinnen und Migranten dabei, sich in Deutschland wohl zu fühlen und anzukommen. In diesen 19 Gebietskörperschaften wurden 1049 Migrantenorganisationen erfasst. Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Diese Zahl ist ein eindrucksvoller Beleg für das Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund. Sie bauen Brücken.“ Anhand von Interviews wurde auch der Frage nach der Motivation bzw. den Hinderungsgründen für bürgerschaftliches Engagement nachgegangen. Als individuelle Motivation, sich freiwillig zu engagieren wird am häufigsten der Wunsch mit anderen Menschen zusammenzukommen, anderen Menschen zu helfen und die Gesellschaft mitzugestalten genannt. Dies unterschiedet die Engagierten nicht von Menschen, die sich im traditionellen Freiwilligensektor engagieren. Darüber hinaus spielt die Motivation, die Herkunftskultur lebendig zu erhalten und die Lebenssituation der Landsleute zu verbessern, eine große Rolle.
Durch die Untersuchung wurde aber auch deutlich, dass Migrantenorganisationen nur über geringe finanzielle Mittel verfügen. Außerdem fehlt es ihnen an Kontakten zu traditionellen Freiwilligenstrukturen. In den Modellregionen Integration werden bereits verschiedene Ansätze erprobt, zum einen Migrantenorganisationen mehr zu professionalisieren und sie zum anderen stärker mit traditionellen Vereinen zu verbinden. Diese Ansätze werden durch die Untersuchung bestätigt. „Die Migrantenorganisationen in Hessen machen eine großartige Arbeit. Sie werden von Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden immer häufiger als qualifizierte Gesprächspartner wahrgenommen“, so Integrationsminister Hahn, „Wir müssen sie weiter fördern, qualifizieren, Netzwerke aufbauen und professionell begleiten.“ Zu der Zusammenfassung der Studie kommen Sie hier. |
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