Integrationskompass

Integrationsmonitoring

Titelseite HIM 2015
Titelseite HIM 2015

Integrationsmonitoring

2010 brachte die Hessische Landesregierung zum ersten Mal den Hessischen Integrationsmonitor heraus. 2013 folgte dann eine Fortschreibung.

Nun ist der dritte Hessische Integrationsmonitor veröffentlicht worden. Am 20.01.2016 stellte der Hessische Bevollmächtige für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, die Ergebnisse vor.

In diesem Bericht sind die Entwicklungen der Integration noch aussagekräftiger, da nunmehr ein Beobachtungszeitraum von – in der Regel – 2005 bis 2013, teilweise auch 2014 gewählt werden konnte.

Der Monitor 2015 zeigt eine positive Entwicklung bei den meisten Themen – z.B. Bildung, Arbeitsmarkt oder Sprache. Trotzdem ist auch weiterhin integrationspolitischer Handlungsbedarf gegeben.

Hessischer Integrationsmonitor 2015 zum Herunterladen

Die Pressemitteilung vom 20.01.2016 fasst die zentralen Ergebnisse prägnant zusammen.

Monitoring heißt Beobachtung. In der deutschen und europäischen Integrationspolitik spielt Monitoring eine immer wichtigere Rolle. Der Hessische Integrationsmonitor vergleicht Daten für Personen mit und ohne Migrationshintergrund bzw. Ausländer und Deutsche in zentralen Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe.

Dabei untersucht der Integrationsmonitor verschiedene integrationspolitische Handlungsfelder, so unter anderem den Kindergartenbesuch, die Schulabschlüsse, die Erwerbstätigkeit oder das Gefühl der Zugehörigkeit. Abweichungen können einen entsprechenden Handlungsbedarf verdeutlichen, z.B. wenn die Bildungserfolge ausländischer Kinder und Jugendlicher deutlich hinter denen der deutschen zurückbleiben.

Der Integrationsmonitor verwendet fast 50 Indikatoren aus 17 Handlungsfeldern, die mit Daten aus 20 Quellen berechnet werden. Dabei nutzt der Monitor auch Daten, die in den Monitoren anderer Bundesländer nicht verwendet werden. Weiterführende Literaturhinweise sowie ein umfangreiches Literaturverzeichnis ermöglichen einen schnellen und vertieften Einstieg in die Materie.

Der Landesregierung steht damit ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Verfügung, mit dem der Fortschritt der Integration in den verschiedenen integrationspolitischen Handlungsfeldern sichtbar gemacht werden kann.

Hessen nimmt mit seinem Integrationsmonitor eine Vorreiterrolle in Deutschland und Europa ein. Dabei gibt es eine enge Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Indikatorenentwicklung und Monitoring“, die im Auftrag der Integrationsministerkonferenz die Berichte zum Integrationsmonitoring der Länder erstellt.

Ein weiteres Ziel der Landesregierung ist es, ein flächendeckendes und abgestimmtes System von Integrationsmonitoren auch auf kommunaler Ebene nutzbar zu machen. Eine Pionierrolle kam dabei den Kommunen und Kreisen zu, die als „Modellregionen Integration" ausgewählt wurden. Für diese liegt heute ein jeweils eigenes Monitoring vor. Die anderen hessischen Kommunen sind eingeladen, sich dem System anzuschließen und können dabei die Beratung des Hessischen Integrationsministeriums in Anspruch nehmen.

Weiterführende Studien
Die Inhalte des landesweiten Hessischen Integrationsmonitors werden fortlaufend überarbeitet. Dazu werden in der Abteilung Integration vertiefende Papiere erstellt.

Eine Studie zur Religionszugehörigkeit und Religiosität der hessischen Bevölkerung aus August 2013 steht auf der linken Seite unter Publikationen zur Verfügung.

Im März 2013 stellte das Integrationsministerium die Ergebnisse einer umfassenden Befragung der hessischen Kommunen zum Stand ihrer Integrationspolitik vor. Der Bericht „Integration findet vor Ort statt - Befragung der hessischen Kommunen zum Stand ihrer Integrationspolitik" kann hier  heruntergeladen werden.

Die Papiere "Bildungswelten" (Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in Hessen) und "Bildungswelten II" (Frühkindliche Bildung. Kinder mit Migrationshintergrund in hessischen Kindertageseinrichtungen) sind in der Broschüre "Bildungsteilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Hessen: Frühkindliche und schulische Bildung 2011/2012" mit den aktuellen Daten und Zahlen zusammengefasst. Diese Broschüre kann auch auf Englisch unter Publikationen heruntergeladen werden.

 

Frau Viola Kron
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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